TVA 4 macht Aufstieg perfekt

TVA 4 macht Aufstieg perfekt
Vor dem Spiel standen die Zeichen eher auf Sturm, bis Orkan.
Trainer Tobias Martin war auf Grund seines doppelten Engagements nicht verfügbar, obwohl alle Alternativanfragen durchgeführt wurden und er es sehr gerne geschafft hätte,  uns zu coachen. Der Aufstieg der OL-Mannschaft in die RL war einfach wichtiger.
Kurzerhand wurden die beiden Interimstrainer Mario (Sergeant) Langer und Björn (Burner) Derpa verpflichtet.
Vielen Dank für die Bereitschaft und Unterstützung!
Kurzfristig musste auch Michael Watzl verletzungsbedingt die Füße streichen. So starteten 11 munter Recken, zwei Trainer und 3 Fans, Richtung Stotzheim. Jedem Hürther ein Begriff fanden wir uns im Herzen/Zentrum von Hürth wieder, und obschon wir in Stotzheim waren, waren wir nicht richtig.
Also… Navigationsgerät eingeschaltet. Stotzheim… gibt es! Euskirchen. Gibt es auch!
Pünktlich am Ziel angekommen, einigten wir uns kurz auf das Aufschlag-Annahme-Prozedere.
Man merkte sofort, dass die TVAler in Stotzheim stimmungstechnich angekommen waren. Liegt vielleicht daran, dass drei Mannschaftsmitglieder dieses Tages unserer TVAler in Stotzheim groß geworden sind.
Dem schönsten Stotzheim, das in Hürth halt.
Nun gut, Vorberichten zum trotz waren wir nicht entmutigt und hofften, dass wir die Stotzheimer vielleicht doch, wie im Hinspiel, in vier Sätze hinwegfegen könnten.
Satz 1. Der lief ganz nach Maß. Deutlich spielbestimmend rockten wir Stotzheim in Euskirchen im ersten Satz weg. So, wie ein billiges Imitat es eben verdient hat. Gute Aufschläge und Angriffe ließen Euskirchen wenig Chancen. Der Satz ging verdient zu 18 an uns, wobei Stotzheim durch harte Angriffe über die Diagonalposition im 2-4 System auffiel.
Satz 2. War schon gewonnen, bevor es los ging. Problem hierbei…. das dachten alle Fischenicher Akteure und so ging der Satz zurecht an Stotzheim. Wir machten deutlich zu viele Aufschlagfehler, Stotzheim wehrte gut ab. Die sonnendurchflutete Hallenseite machte es den Annahme- und Abwehrspielern schwer, sich auf die Kernkompetenz ihrer Handlungen einzustellen. Der Satz ging verdient zu 19 an Stotzheim. New York hat York ja inzwischen auch ein wenig den Rang abgelaufen… so scheinbar auch Stotzheim dem Original.
Satz 3. Die starke Seite rockt weiter! Die Aufschlagquote wurde bei uns ein wenig besser. Annahme, arrangiert um Libero Christian war stabil und die Abwehreinstellung war gut. Nachdem Wolf von Alex schon im zweiten Satz ein wenig forsch ermahnt wurde, ihm mehr Bälle zu geben, tat er dies im 3. Satz auch durchgehend und mit viel Erfolg. Kommentar Björn von der Seite: Alex, denen tust du gerade mal so richtig weh. Der Satz ging zu 16 an uns. Sorry nochmal Wolf, ich mag sowas eigentlich nicht.
Minimalziel erreicht!
Satz 4. Nach Ansage, dass wir unser Ziel erreicht hatten, war es schwer die Motivation aufrecht zu halten. Im Normalfall hätten wir mit gleichem Druck auch den 4 Satz für uns entscheiden können. Irgendwie war die Luft ein wenig raus. Stotzheim spielte zu Beginn des Satzes nicht besser und machte auch viele Fehler. Allerdings machten wir noch mehr. Über die Außen Rudi und Jakob ging in dem Satz leider nicht viel. Was zum einen am sehr starken Stotzheimer Block lag, auch Alex blieb das ein oder andere Mal in diesem hängen. Wir ließen viele Punkte liegen. Erst gegen Ende kam mit Steffen für Jakob neuer Schwung aufs Feld und auch Rudi kam deutlich besser ins Spiel. Auch wurde der Schnellangriff mit Marcel und Tilman zum tatsächlichen Schnellangriff umgestellt. Das funktionierte gut, kam aber deutlich zu spät. So ging der Satz verdient zu 17 an Stotzheim.
Satz 5. Im fünften Satz wollten wir nochmal Gas geben, leider wurde der Beginn auf der vermeintlich schlechten Seite zum Debakel. Selten war ich in meiner Tiebreak Karriere mit 7:1 hinten. Gefühlt nie haben wir sowas noch gedreht! Wir wechselten bei 8 zu 4 gegen uns die Seiten, nachdem wir uns herangekämpft hatten.  Beim Spielstand von 6 zu 12 aus unserer Sicht kam Alex an die Aufgabe. 5 feste Aufgaben, gefolgt von starker Block und Feldabwehr und variablem Zuspiel kamen wir auf 10 zu 12 heran. Über 11 zu 13 Jetzt war auf unserer Seite richtig Feuer drin. Björn war schon fix und alle, in Panik davor das erste Ligaspiel der Saison und dann unter seiner Leitung, zu verlieren. Die Halle tobte aufgrund der Stotzheimer Kulisse und unserer drei Fans, Tobi, Rolf und Manu,  die mindestens genauso laut waren, wie die 30-40 Stotzheimer Fans.
Tilman löste das einfach und souverän über ein Ass zum Gleichstand und danach mit einem starken Aufschlag zur 14 zu 13 Führung.
Den Matchball machte er wieder mit deiner starken Aufgabe rüber, Stotzheim konnte glücklich ausgleichen, danach wurde aber nicht mehr gefackelt. Mit dem Matchball von Wolf machten wir den Sack zu.
Die Fischenicher lagen sich nach dem 3:2 Sieg in den Armen und nach einer kurzen orientierungslosen Phase, Verleihung der Krone, stellten wir fest, dass der Aufstieg perfekt war!
Fischenich nächstes Jahr, Laaaaandesligaaaa!
P1220493
Wir haben gegen Stotzheim einen starken Gegner angetroffen, der den Aufstieg in die LL ebenso verdient hat, wie wir. Wir gehen davon aus, dass sie den Gang über die Relegation schaffen können und freuen uns auf ein Wiedertreffen.
Für Fischenich spielten: Wolf Kleemann, Max Filip, Georgij Michel, Rudi Born, Marcel Sponer,  Alex Roozen, Tilman Laaser, Phong Vo, Steffen Probst, Jakob Bleher und Christian Königsfeld.
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